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Das Seminarfach am Anna-Sophianeum

Auf der Grundlage der Hinweise des Niedersächsischen Kultusministeriums, dass das Seminarfach neben der Verbesserung der Studierfähigkeit unter anderem das Lernen in interdisziplinären Zusammenhängen und das Lernen am Original fördern soll, hat unsere Schule bereits seit mehreren Jahren die Auswahl regionaler Themen durch die Schüler gefördert. So gab es z.B. bereits im Schuljahr 2007/08 Themen wie „Die Entwicklung des Saatzuchtbetriebes Strube-Dieckmann von der Gründung bis zur Gegenwart“ oder „Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft im Landkreis Helmstedt“.

Seit dem Schuljahr 2009/10 ist durch die Beschlüsse der Fachkonferenz Seminarfach der regionale Bezug der Facharbeitsthemen für alle Seminarfachkurse bindend.

Dies führt dazu, dass die Schüler ihre Region aus verschiedenen Aspekten heraus sehr viel intensiver wahrnehmen und sich mit ihr identifizieren. Dies gilt u.a. für politische oder gesellschaftliche Themen wie z.B. „Flucht aus der DDR in den Landkreis Helmstedt vor und nach Befestigung der Grenzanlagen“ (Facharbeit 2010), geologische Themen wie „Die Findlinge des Findlingsgartens in Königslutter – Zeugen der Eiszeit in unserer Region“ (Facharbeit 2010) oder wirtschaftliche Themen wie z.B. „Die touristische Nutzung des Elms“ (Facharbeiten 2010) oder „Braunkohleförderung und Verarbeitung im Helmstedter Revier“ (Facharbeiten 2010). Im Schuljahr 2010/11 stellte z.B. ein Seminarfachkurs im Zusammenhang mit den archäologischen Funden in unserer Region die Menschheitsgeschichte in den Mittelpunkt ihrer Arbeit und die Schüler befassten sich mit Funden und Fundorten, die ihnen teilweise bis dato nicht bekannt waren bzw. deren Bedeutung ihnen erst im Lauf ihrer Recherchen deutlich wurde. So entstanden z.B. Facharbeiten über die Hünenburg bei Watenstedt, die Lübbensteine und weitere Gräber im Landkreis Helmstedt sowie über die Grabung im Tagebau. Im Zusammenhang mit ihren Recherchen stellten die Schüler Kontakte zu außerschulischen Institutionen und Einrichtungen her (z.B. mit dem Grabungsleiter in Schöningen, mit der Kreisarchäologin, der archäologischen Fakultät in Göttingen, die die Grabung in Watenstedt durchführt oder dem lokalen Bogenschützenverein...) Durch diese sehr praxisbezogene Arbeit lernen die Schüler ihre Region kennen, vernetzen ihre Schule und ihr schulisches Wissen mit außerschulischen Lernorten und außerschulischen Kompetenzträgern und erkennen die große, z.T. international bedeutende Rolle ihrer Heimatregion, was zu einer stärkeren Identifikation mit dieser führt. 

Ein weiterer Aspekt der Identifizierung und Vernetzung unserer Schüler mit ihrer Region ist das im dritten Semester durchgeführte „soziale Projekt“. Hier ist es die Aufgabe der Schüler,  z.B. einen Fachvortrag über die Schöninger Speere, einen Laternenumzug für Kindergartenkinder in Königslutter, ein Benefiz-Konzert im Schöninger Jugendzentrum oder einen Unterhaltungsnachmittag im Schöninger Altenheim selbstverantwortlich zu planen und durchführen.

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